Handchirurgische Praxis
Dr. Golik

25 Jahre Handchirurgische Praxis Dr. Golik*

*(vom 1.10.1989 bis zum 31.12.2009 Gemeinschaftspraxis mit Frau Dr. B. Grape)

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Handchirurgische Praxis
Dr. med. Ludger Golik
Dr. med. Sebastian Golik
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45894 Gelsenkirchen

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Handchirurgie

Springfinger, Schnappfinger, Schnellender Finger,

Tendovaginitis stenosans

 

 

Welche Beschwerden treten bei einem Spring- oder Schnappfinger auf?

 

 

Im Frühstadium ist das Beugen bzw. das Strecken des Fingers oder des Daumens nur gegen einen leichten Widerstand möglich. Durch das ruckartige Überwinden dieses Widerstandes kommt es zu einem mehr oder weniger starken Springen oder Schnappen des Mittelgelenkes des betroffenen Fingers oder des Endgelenkes des Daumens. In späteren Stadien kann es zu einer vollständigen Blockierung der Beweglichkeit kommen, so dass der Finger nur noch mit Zuhilfenahme der anderen Hand nur unter Schmerzen gebeugt oder gestreckt werden kann. 

 

 

 

Was passiert bei einem Spring- oder Schnappfinger?

 

 

Die Beugesehnen der Langfinger und auch die des Daumens gleiten beim Beugen der Finger über den Grundgelenken durch ein sogenanntes Ringband (eine tunnelartige Röhre). Durch eine Verdickung bzw. Knotenbildung auf der Sehne bleibt diese beim Bewegen des Fingers am Rand des Ringbandes hängen und kann nur mit einem kräftigen Ruck durch dieses Ringband hindurch gleiten.

 

 

 

Wodurch bekommt man einen Spring- oder Schnappfinger?

 

 

Ein Spring- oder Schnappfinger kann durch eine Überbelastung entstehen, er kann auch Ausdruck einer rheumatischen Erkrankung sein oder ohne besondere Ursache auftreten. Wie auch das Karpaltunnelsyndrom gehört der Spring- oder Schnappfinger zu den sogenannten Engpass-Syndromen an der Hand. Bei entsprechend veranlagten Patienten können im Laufe der Jahre unter Umständen nacheinander alle Finger betroffen sein.

 

 

 

Wie wird ein Spring- oder Schnappfinger behandelt?

 

 

Im Frühstadium, bei einem nur leichten Schnappen, lässt sich manchmal medikamentös (durch sogenannte Antirheumatika) eine gewisse Besserung der Beschwerden erreichen. Bei einem stärkeren Hängenbleiben des Fingers bzw. des Daumens kann möglicherweise durch eine Kortisonspritze im Ringbandbereich eine Operation vermieden werden.

 

 

Wenn durch die konservativen Behandlungsmaßnahmen eine Besserung der Beschwerden nicht erreicht werden kann, ist ein operativer Eingriff, die sogenannte Ringbandspaltung, angezeigt. Bei dieser Operation wird das, die Sehne umschließende, zu enge Ringband längs durchtrennt, sodass so wieder ein freies Gleiten der Beugesehnen möglich ist. Nach der Operation wird lediglich ein fester Verband angelegt, der operierte Finger kann sofort ohne Schnappen oder Springen wieder bewegt werden.

 

 

Was ist nach der Operation zu beachten?

 

Wie nach jeder Handoperation sollte auch nach diesem Eingriff die operierte Hand für etwa drei bis vier Tage konsequent hochgehalten werden. Beim Bewegen im Verband ist darauf zu achten, dass der operierte Finger von Anfang an in allen Gelenken vollständig gestreckt und gebeugt wird. Nach lang andauernder Erkrankung und bei weit fortgeschrittenem Befund kann die vollständige Streckung des Mittelgelenkes des Fingers in der ersten Zeit schmerzhaft eingeschränkt sein. 

 

Die operierte Hand kann beim Anziehen oder beim Essen vorsichtig eingesetzt werden. Nach etwa zwei bis drei Wochen ist eine zunehmende Belastung der Hand möglich. Die Dauer der Arbeitsunfähigkeit ist je nach beruflicher Belastung etwa mit 10 – 14 Tagen, bei handwerklicher Tätigkeit auch mit bis zu drei Wochen zu veranschlagen.